Schreiben im Studium
Indirektes Zitat
Wird ein Gedankengang aus einer Quelle übernommen, so geschieht dies üblicherweise sinngemäß, also paraphrasierend (in eigenen Worten wiedergebend) und nicht in wortwörtlicher Weise. Es ist darauf zu achten, die zitierte Gedankenführung unverfälscht wiederzugeben und eindeutig zu belegen. Anführungszeichen entfallen bei indirekten Zitaten, die Abkürzung „Vgl.“ könnte als weiterer Hinweis auf ein indirektes Zitat im Beleg genutzt werden. Aus der Textstruktur muss der Umfang des Zitats erkennbar sein. Gerne wird dazu eine sog. Zitateklammer genutzt. Diese kennzeichnet den Zitatanfang mit dem Autor*innennamen und das Zitatende mit dem Beleg:
Bspl. [Beleg im FHV-Stil]:
Gruber unterteilt die prozessorientierte Sichtweise dabei grob in Ansätze der kognitiven Schreibforschung und der stärker durch kontextuelle Konventionen geprägten Ansätze. (Gruber u.a. 2006, S. 3-7)
Zur Textintegration von Zitaten dienen weiters folgende inhaltliche Phrasen:
[Name der verfassenden Person] gibt Einblick / beruft sich auf / nimmt Stellung / untermauert / deutet (an) / verweist auf / argumentiert / stellt fest / appelliert / sagt (voraus) / fordert auf / beschreibt / erklärt / erörtert / stellt Y und X gegenüber / rechtfertigt / kontrastiert / veranschaulicht / gibt ein Beispiel / fasst zusammen / setzt sich mit X auseinander / gibt einen Überblick / hebt hervor / interpretiert / gibt einen Einblick in / beruft sich auf / arbeitet heraus, dass / verknüpft Y mit X / prüft / bedenkt / strukturiert / betrachtet / grenzt ab / diskutiert / ordnet X ein in Y / weist darauf hin, dass / darlegt / verdeutlicht / definiert / aufzeigt / vergleicht / illustriert / behauptet / schlussfolgert / analysiert / betont / …