Schreiben im Studium

Weitere Hinweise

Abschließendes Satzzeichen

Das Fußnotenzeichen wird immer direkt nach einem Wort, Satz- oder Anführungszeichen ohne Leerraum, der Beleg in runder Klammer hingegen mit einem Leerraum gesetzt.

Handelt es sich beim Zitat um einen oder mehrere vollständige Sätze, steht der Beleg/das Fußnotenzeichen beim FHV-Stil nach dem Satzzeichen sowie nach dem abführenden Anführungszeichen.

„Zu welchem Zeitpunkt man eine Geschichte auch beginnen läßt, - es gäbe immer einen guten Grund, früher mit ihr anzufangen.“24
„Zu welchem Zeitpunkt man eine Geschichte auch beginnen läßt, - es gäbe immer einen guten Grund, früher mit ihr anzufangen.“ (Burke 1998, S. 140)
Luhmann beschreibt die Genese von sozialen Systemen als einen Vorgang der Komplexitätsreduktion.12
Luhmann beschreibt die Genese von sozialen Systemen als einen Vorgang der Komplexitätsreduktion. (Luhmann 1984, S. 22)

Wird innerhalb eines Satzes nur ein Satzteil zitiert, steht beim FHV-Stil der Beleg/das Fußnotenzeichen nach dem abführenden Anführungszeichen, aber noch vor dem abschließenden Satzzeichen.

Burke meint, wann immer man eine Geschichte beginnen lasse, „es gäbe immer einen guten Grund, früher mit ihr anzufangen“24.
Burke meint, wann immer man eine Geschichte beginnen lasse, „es gäbe immer einen guten Grund, früher mit ihr anzufangen“ (Burke 1998, S. 140).
Luhmann spricht in diesem Zusammenhang von einer Komplexitätsreduktion12, und wir wollen diesen Begriff hier in einen völlig anderen Kontext transferieren.
Luhmann spricht in diesem Zusammenhang von einer Komplexitätsreduktion (Luhmann 1984, S. 22), und wir wollen diesen Begriff hier in einen völlig anderen Kontext transferieren.

Der Zitierstil APA setzt den Punkt immer nach dem Beleg. Lediglich wenn in einem zitierten direkten Zitat ein Ruf- oder Fragezeichen steht, könnte dieses zusätzlich übernommen werden.

Burke meint, wann immer auch man eine Geschichte beginnen lasse, „es gäbe immer einen guten Grund, früher mit ihr anzufangen“ (Burke, 1998, S. 140).
Müller betonte: "Diese Vorgangsweise ist nicht zu akzeptieren!" (Müller, 2020, S. 44).

Hinweis „vgl.“ beim indirekten Zitat

Indirekte Zitate werden in manchen Zitierstilen (z.B. Harvard) mit der Abkürzung „vgl.“ für vergleiche eingeleitet. Falls diese Praxis in einer Arbeit übernommen wird, ist auf die richtige Rechtschreibung zu achten: „vgl.“ (Kleinschrei­bung) innerhalb eines Satzes und „Vgl. (Großschreibung) nach einem Punkt und in der Fußnote.

Der Begriff der Standardisierung wird mittlerweile als grundlegendes Kennzeichen der Kultur aufgefasst. (Vgl. Hansen 2000, S. 39)

Gekürzte Belege

Werden Verfasser*innen bzw. Herausgeber*innen im Textwortlaut genannt, müssen diese im Beleg nicht mehr erwähnt werden.

Wie Hansen (2000, S. 39) bemerkt, gilt der Begriff der Standardisierung mittlerweile als grundlegendes Kennzeichen der Kultur.

Wenn innerhalb eines Abschnittes mehrfach die gleiche Quelle zitiert wird, so genügt für die auf den ersten Verweis folgenden Verweise die Angabe der Seitenzahl. Dies kann aber nur so gehand­habt werden, wenn dazwischen auf keine andere Quelle verwiesen wird.

Mehrfachbelege

Soll ein Argument mit mehreren Quellen belegt werden, werden diese in der Reihenfolge ihres Erscheinungsdatums aneinandergereiht und mit einem Strichpunkt oder Querstrich getrennt.

Beispiele nach dem FHV-Stil:
(Hansen 2000, S. 23 f./Burke 1998b, S. 19/Wehler 1996, S. 188-200)
(Hansen 2000, S. 23 f.; Burke 1998b, S. 19; Wehler 1996, S. 188-200)

Globalbeleg

Wird auf eine Quelle als Ganzes Bezug genommen und zieht sich der besprochene Sachverhalt über den gesamten Text, wird statt der Seitenangabe der Begriff „passim“ gesetzt.

Abkürzungen a.a.O; op.cit.; loc.cit; ebd.

Bei unmittelbar aufeinander folgenden Belegen derselben Quelle können die Abkürzungen „a.a.O.“ (= am angegebenen Ort), „op. cit.“ (= im zitierten Werk), „loc. cit.“ (= am angegebenen Ort) oder „ebd.“ (= am genannten Ort) verwendet werden.

Beispiele nach dem FHV-Stil:
19 Burke 1998, S. 134.
20 Ebd., S. 17.

Sammelverweis

Bei häufiger Nutzung gleicher Quellen kann ein sogenannter Sammelverweis am Ende oder Anfang eines Abschnittes alle zitierten Quellen belegen:

Die folgenden Ausführungen beruhen auf Burke (1998a, S. 120-128), Hansen (2000, S. 151-183) und Wehler (1996, passim).
(Vgl. für den folgenden Abschnitt Burke 1998b, S. 7-123)
[Oder am Ende eines Abschnittes:] Vgl. hierzu insgesamt Burke 1998b, S. 7-123.

Finden sich innerhalb des Sammelverweisbereiches auch wörtliche Zitate, sind diese wie üblich einzeln nachzuweisen.

Verweis auf Quellen ohne stimmige Seitenangabe

Auf herkömmlichen Web-Seiten aber auch bei bestimmten Dateiformaten (z.B. Kindle) ist es nicht möglich, auf bestimmte Seiten in einem längeren Dokument zu verweisen. Um die Lesefreundlichkeit zu gewährleisten, sind insb. bei längeren Texten andere Gliederungsangaben wie beispielsweise Kap. für Kapitelüberschrift, Abs. für Absatz, § für Paragraph anzuführen. Nur wenn keinerlei Gliederungsangaben vorliegen oder das zitierte Dokument sehr kurz ist, kann auf die Seitenangabe verzichtet werden.
Liegt die Information jedoch im PDF-Format vor, bietet die dadurch bereitgestellte unveränderliche Paginierung verlässliche Zitierfähigkeit. Somit können die Seitenangaben in pdf-Dokumenten übernommen werden.

Verweis auf mehrseitige Zitate

Erstreckt sich ein Zitat in der Originalvorlage auf zwei Seiten, wird an die Seitenangabe ein „f.“ (für: „und folgende“) angehängt. Erstreckt sich das (indirekte) Zitat über mehr als zwei Seiten, wurde früher häufig ein „ff.“ verwendet. Diese Vorgangsweise ist unpräzise und daher durch genaue Seitenangaben zu ersetzen. Bei mehreren, nicht aufeinanderfolgenden Seitenangaben werden die Seitenzahlen durch Kommata getrennt.

Beispiele nach dem FHV-Stil:
(Hansen 2000, S. 183 f.)
(Hansen 2000, S. 183-185)
(Hansen 2000, S. 183, 189, 210f)

Verweis auf Werke mehrerer Autor*innen bzw. Herausgeber*innen

Dem jeweiligen Zitierstil entsprechend ist die Zahl der anzugebenden Autor*innen bzw. Herausgeber*innen im Beleg zu begrenzen. Wird diese Grenze überschritten folgt ein „u. a.“ bzw. „et al.“.