Schreiben im Studium

Weitere Hinweise

Mehrbändige Werke

Mehrbändige Werke mit unterschiedlichen Stücktiteln werden einzeln nachgewiesen. Die Bandangaben werden wie Untertitel angeführt.
Beispiele nach dem FHV-Stil:

Däumler, Klaus-Dieter; Grabe, Jürgen (2013): Kostenrechnung. Bd. 1: Grundlagen. 11. Aufl. Herne: Verl. Neue Wirtschaftsbriefe.
Däumler, Klaus-Dieter; Grabe, Jürgen (2013): Kostenrechnung. Bd. 2: Deckungsbeitragsrechnung. 10. Aufl. Herne: Verl. Neue Wirtschaftsbriefe.
Däumler, Klaus-Dieter; Grabe, Jürgen (2010): Kostenrechnung. Bd. 3: Plankostenrechnung. 8. Aufl. Herne: Verl. Neue Wirtschaftsbriefe.

Angabe der Auflage

Die Auflage eines Buches wird erst ab der zweiten Auflage angegeben, auf den Vermerk "1. Aufl." wird verzichtet. Auch genügt es, die jeweilige Auflage ohne Anmerkungen wie "unverändert" oder "vollständig überarbeitet" anzugeben.

Angabe der Reihe/Serie

Bücher einer bestimmten Buchreihe, auch Serie genannt, befassen sich zumeist mit einem klar definierten Themenbereich und haben ein einheitliches Erscheinungsbild. Bei wissenschaftlichen Buchreihen bestimmen die herausgebenden Verlage zumeist inhaltlich verantwortliche Reihenherausgeber*innen. Die Reihe/Serie ist kein notwendiger Bestandteil der bibliographischen Angaben, da ein Werk auch ohne diese Angaben eindeutig identifizierbar ist. Jedoch kann die Reihen-/Serien-Angabe eine interessante Zusatzinformation für die Leser*innen sein. In solchen Fällen kann diese angegeben werden.

Muster und Beispiel nach dem FHV-Stil:
Name, Vorname (Erscheinungsjahr): Titel. Untertitel. Auflage. Erscheinungsort: Verlag (= Reihe).

Gruber, Hans; Mayer, Brigitte (Hrsg.) (2012): Wissenschaftliches Schreiben an Hochschulen. Prozess, Produkt und Betreuung. Berlin: Wiss. Verl. Berlin (= Wandel und Kontinuität in Organisationen, 13).

Besonderheiten beim Erscheinungsjahr

Bei mehreren unterschiedlichen Jahresangaben gilt als Erscheinungsjahr:
  • bei Werken, die ins Deutsche übersetzt wurden: Erscheinungsjahr der deutschen Übersetzung.
  • bei bearbeiteten und veränderten Neuauflagen: Erscheinungsjahr der Neuauflage.
Copyright © und CIP-Titelaufnahme führen praktisch immer die verbindliche Jahresangabe an.

Bei Werken, deren Erstveröffentlichungsjahr beträchtlich vom Erscheinungsjahr abweicht, könnten beide Jahresangaben angeführt werden, um den historischen Kontext offenzulegen. Im Fließtext sollte dies erwähnt werden. Nach dem FHV-Stil könnte dies so umgesetzt werden:

Das Werk X erschien erstmals 19xx, bereits damals betont die Autorin Y die Bedeutung dieses Themenfeldes. (Autorin Y 19xx/20xx, Seitenangabe)

Auch im Literaturverzeichnis werden beide Jahresangaben angeführt und mit einem Schrägstrich getrennt.

Fehlende Angaben (Erscheinungsjahr/Erscheinungsort/Jahrgang)

Quellen, die über kein Erscheinungsjahr verfügen, werden je nach Zitierstil mit "o.J.", "o.d" bzw. "s.t." (= ohne Jahresangabe), solche ohne Erscheinungsort mit "o.O." oder "s.l." (= ohne Ortsangabe) gekennzeichnet.

Wenn Erscheinungsjahr oder –ort über Recherche verbindlich nachgewiesen werden konnten, ohne dass sich diese Angaben in der Quelle selbst befinden, werden die Zusätze in eckigen Klammern hinzugefügt.
Beispiel nach dem FHV-Stil:

Augustinus (o.J.) [1953]: Vom Gottesstaat. o.O. [Freiburg i. Br.]: Klassiker-Verl.

Fehlt bei einer Zeitschrift die Angabe des Jahrgangs kann dies mit o.Jg. kenntlich gemacht werden.

Erscheinungsort(e) und Verlag(e)

Es werden jeweils nur der erstgenannte Erscheinungsort und der erstgenannte Verlag angeführt. Bei den Verlagsnamen werden Zusätze wie Verlag, GmbH usw. nur angeführt, wenn sie integrierte Namensbestandteile sind.

Köln: Böhlau
Innsbruck: StudienVerlag

Angaben zu weiteren Mitarbeiter*innen

Sind neben Verfasser*in und Herausgeber*in noch andere beteiligte Personen anzugeben, werden diese nach dem Titel bzw. Untertitel genannt. Übersetzer*innen werden üblicherweise nur bei schöngeistiger Literatur angegeben. In welchem Ausmaß weitere Mitarbeiter*innen genannt werden, liegt im Ermessen der Verfas­ser*innen. Je nach thematischem Zusammenhang kann die Angabe eine wichtige zusätzliche Information darstellen.
Beispiele nach dem FHV-Stil:

Berger, Peter L.; Luckmann, Thomas (1980): Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Eine Theorie der Wissenssoziologie. Mit einer Einleitung zur dt. Ausg. von Helmuth Plessner, übers. von Monika Plessner. 16. Aufl. Frankfurt am Main: Fischer.

Salinger, Jerome D. (1966): Der Fänger im Roggen. Nach d. 1. Übers. neu durchges. u. bearb. von Heinrich Böll. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.

Angaben zu Originaltitel und Ersterscheinungsjahr

Entscheidend für die Anführung bzw. Nichtanführung des Originaltitels bzw. des Ersterscheinungs­jahres ist der jeweilige thematische Zusammenhang, d.h. die Bedeutung der Originalausgabe für die eigene Arbeit. Sollten diese Angaben für die eigene Arbeit relevant sein, können sie zusätzlich angeführt werden.
Beispiel nach dem FHV-Stil:

Porter, Michael E. (2010): Wettbewerbsvorteile. Spitzenleistungen erreichen und behaupten. 7. Aufl. Frankfurt am Main: Campus (engl. Orig.: Competitive Advantage, 1985; dt. Erstausg. 1986).

Gebräuchliche Abkürzungen

Im Literaturverzeichnis sind die nachfolgenden Abkürzungen gebräuchlich. Bei fremdsprachigen Publikationen können die Abkürzungen entweder ins Deutsche übersetzt oder in der jeweiligen Originalsprache wiedergegeben werden. Die einmal gewählte Variante ist in der gesamten Arbeit beizubehalten. Nachfolgend die häufigsten Abkürzungen in deutscher und englischer Sprache:

Kapitel

Kap.

chap.

Auflage / zweite Auflage

Aufl. / 2. Aufl.

ed. / 2nd ed.

Herausgeber*in(nen)

Hrsg.

Ed. (Eds.)

Übersetzer*in(nen

Übers.

Trans.

Seite(n)

S.

p. (pp.)

ohne Jahresangabe

o.J.

n.d.

Beiheft, Supplement

Suppl.

Suppl.

Nummer

Nr.

No.

Band (Bände)

Bd. (Bde.)

Vol. (Vols.)

Besonderheiten beim Namen

Präpositionen und Artikel, welche übliche Teile des Familiennamens sind, werden als solche ange­führt (z. B. de Witt, Johan). Hingegen werden Adelstitel wie Zusätze zum Vornamen behandelt (z. B. Goethe, Johann Wolfgang von). Abgekürzte Vornamen werden durch ein Leerzeichen getrennt (z. B.: Möller, Julia M.)

Unveröffentlichte Texte

Unveröffentlichte Texte werden nach den üblichen Regeln nachgewiesen, schließen aber mit dem Zusatz: Unveröffentl. Manuskript oder Unveröffentlichte Studie oder Unveröffentlichter Tagungsband etc.