Sprachleitfaden
Vorgaben und Empfehlungen
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Prüfungsordnung der FH Vorarlberg idgF
Die Verwendung geschlechtersensibler Sprache ist in der Prüfungsordnung § 4 Abs 8 vorgegeben[1]:
„Bei der Verfassung von schriftlichen wissenschaftlichen Arbeiten (Seminar-, Bachelor- und Masterarbeiten etc.), Berichten (Praktikums- oder Reflexionsbericht etc.) und Präsentationen ist eine gendergerechte Sprache, wie im Sprachleitfaden für eine diskriminierungsfreie Kommunikation der FH Vorarlberg festgelegt, zu verwenden. Die korrekte Anwendung wird in den Beurteilungskriterien und -maßstäben berücksichtigt.“
Den Studierenden sowie den Betreuungspersonen wird insbesondere bei schriftlichen Seminar- oder Abschlussarbeiten empfohlen, diese Beurteilungskriterien und -maßstäbe vorab zu besprechen.
Empfehlungen für Texte in Englisch
Die wesentlichsten Hinweise für einen fairen Sprachgebrauch im Englischen sind im Kapitel 3 gesammelt. Im Detail empfehlen wir für englische Arbeiten die UNESCO-Guidelines on Gender-Neutral Language[2].
Bewusste Vorbereitung
Nachträgliche Umformulierungen bestehender Texte sind generell sehr schwierig und mühsam – zudem erweisen sich die Ergebnisse zumeist als unbefriedigend. Andererseits bleibt auch die bestgemeinte Absicht nicht von (unbewusster) Sprachgewohnheit verschont. Daher werden folgende Schritte schon für das Textkonzept empfohlen:
1. Überblick verschaffen über Varianten der diskriminierungsfreien Sprache - Sprachleitfaden hinzuziehen.
2. Bewusstes Hinterfragen von Bild-, Fall- und Literaturbeispielen: Können sich darin Menschen unterschiedlicher Gruppenzugehörigkeiten (zB nach Alter, Geschlecht, Ethnie etc.) und Lebensrealitäten wiederfinden? Wird einem kreativen Rollenverständnis gefolgt oder werden Stereotypen bedient? Sind die Beispiele für möglichst unterschiedliche Menschen nachvollziehbar bzw. realitätsnah?
3. Im Zweifel Unterstützung einholgen (Betreuer*in, Schreibzentrum der Bibliothek, Diversitätsstelle)
4. Varianten-Entscheidung für den gesamten Text treffen