Abschluss // Zentrale Erkenntnisse & mögliche erste Schritte
Es gibt keine Lösungen. Es gibt Kräfte in Bewegung.
Diese muss man schaffen. Die Lösungen folgen nach.
– Antoine de Saint-Exupéry –

Liebe Teilnehmende des Ko:Labs Future Skills.
Vielen Dank für eure Beteiligung am Ko:Lab Future Skills und den offenen Austausch – über die gesamte Zeit hinweg. Gerade im oft dichten Alltag war es alles andere als selbstverständlich, wie viel Bereitschaft da war, sich einzubringen, ehrlich hinzuschauen und Perspektiven zu teilen. Das Miteinander über Abteilungen, Rollen und Funktionen hinweg war für mich besonders wertvoll.
Und vielleicht ergibt sich auch im Alltag die Gelegenheit, euren Austausch im Kleinen weiterzuführen ?
Vielen Dank euch und herzliche Grüße.
Vicky
Über alle Gruppen hinweg haben sich – unabhängig von den jeweiligen Themen – drei Linien gezeigt:
Orientierung – durch Dynamik herausgefordert
- Entwicklungen von außen (z.B. KI, veränderte Arbeitsweisen) und eine zunehmende Vielfalt an Themen, Informationen und Tools innerhalb der FHV treffen im Alltag zusammen – oft ohne ausreichend Zeit, diese gemeinsam einzuordnen.
- → Orientierung entsteht dabei nicht von selbst – sondern dort, wo Raum und Rahmen bewusst gestaltet werden.
Raum – als Voraussetzung
- Viel Engagement und Wissen ist an der FHV vorhanden – wird im Arbeitsalltag jedoch nur begrenzt miteinander verbunden. Mit zunehmender Größe der Organisation, räumlicher Verteilung und hoher Arbeitsdichte entsteht Austausch nicht mehr automatisch.
- → Um Synergien zu nutzen, braucht es gezielt Zeit und Gelegenheiten, um Erfahrungen zu teilen, zu reflektieren und einzuordnen.
Rahmen – als Ermöglichung
- Ohne gemeinsame Klarheit darüber, was uns im Miteinander wichtig ist und wie Verantwortung und Wirksamkeit zwischen individuellem Handeln und gemeinsamem Arbeiten gestaltet werden, geht im Arbeitsalltag Energie und Wirksamkeit verloren.
- → Orientierung im Miteinander entsteht dort, wo ein gemeinsamer Rahmen der Zusammenarbeit vorhanden ist.
In dieser Gruppe hat sich folgender Kern gezeigt:
Spannungsfeld
Orientierung geben und gleichzeitig Eigenverantwortung ermöglichen – insbesondere vor dem Hintergrund, dass zu viel Struktur zu passivem Abarbeiten führen kann, während zu wenig Struktur Orientierung erschwert.
Zentrale Frage
Wie können Orientierung und Unterstützung so gestaltet werden, dass sie als Leitplanken dienen und gleichzeitig Raum für eigenständiges Tun und Weiterdenken lassen – statt als starre Vorgaben verstanden zu werden?
Einsicht
Professional Mastery entsteht weniger über Inhalte allein, sondern darüber, wie Lern- und Arbeitsprozesse gestaltet und begleitet werden – sodass Orientierung gegeben ist, ohne Eigenverantwortung zu reduzieren.
In dieser Gruppe hat sich folgender Kern gezeigt:
Spannungsfeld
Informationen und Wissen werden strukturiert bereitgestellt – gleichzeitig stellt sich die Frage, wie diese in einer zunehmend dynamischen und vielfältigen Informationslandschaft so zugänglich und anschlussfähig gemacht werden können, dass Lernende sie selbstständig finden, einordnen und verantwortungsvoll nutzen.
Zentrale Frage
Wie können wir Studierende und Mitarbeitende dabei unterstützen, in dieser Dynamik Orientierung zu entwickeln – bereitgestelltes Wissen zu finden und zu nutzen, es selbstständig einzuordnen und weiterzudenken sowie eigene Erfahrungen und Erkenntnisse im Austausch wieder zugänglich zu machen?
Einsicht
Academic Attitude ist keine abgeschlossene Kompetenz, sondern zeigt sich im Umgang mit Wissen: im Einordnen, Reflektieren und Begründen – als fortlaufender, lebenslanger Prozess, sowohl im individuellen Arbeitsalltag als auch im gemeinsamen Austausch.
In dieser Gruppe hat sich folgender Kern gezeigt:
Spannungsfeld
Wahrnehmung für Themen wie Diversität, Nachhaltigkeit und ethisches Handeln ist vorhanden – erhält im Alltag jedoch oft zu wenig Raum, um in Zusammenarbeit sowie in fachlichen Abstimmungen und Entscheidungen wirksam zu werden.
Zentrale Frage
Wie können wir im Arbeitsalltag Bedingungen schaffen, damit solche Themen ernst genommen und aufgegriffen werden können, ohne dass sie sofort zu groß oder zu persönlich werden?
Einsicht
Awareness braucht mehr als das Wahrnehmen, dass Themen relevant sind – konkrete, niedrigschwellige Gelegenheiten zur individuellen und gemeinsamen Reflexion können ein hilfreicher Einstieg sein, um sie im Arbeitsalltag bewusster zu integrieren.
In dieser Gruppe hat sich folgender Kern gezeigt:
Spannungsfeld
Zusammenarbeit wird gelehrt und findet an der FH statt – gleichzeitig bleibt im Alltag oft offen, wie sie über die fachliche Ebene hinaus und über Fachbereiche hinweg wirklich gelingt. Aspekte wie gegenseitiges Verständnis, Toleranz und ein wertschätzender Umgang werden dabei nicht automatisch wirksam.
Zentrale Frage
Wie kann Zusammenarbeit so gestaltet werden, dass unterschiedliche Perspektiven und Arbeitsweisen nicht nur Raum bekommen, sondern im Miteinander verstanden und einbezogen werden – und so zu fachlich guten Ergebnissen führen, die von den Beteiligten gemeinsam getragen und im Alltag gelebt werden?
Einsicht
Zusammenarbeit entwickelt sich nicht von selbst weiter – sie braucht bewusste Gelegenheiten zur Reflexion und Gestaltung, damit unterschiedliche Perspektiven nicht nur sichtbar werden, sondern verstanden und wirksam werden.
